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SECURITY insight - Im Fokus: Einzelhandel
01/2012 - "Gemeinsam sind wir stark"




"Gemeinsam sind wir stark"

Wenn sich die Händler in Einkaufsstraßen nicht nur zu Werbezwecken, sondern auch zur Kriminalitätsbekämpfung zusammenschlössen, wäre es um die Sicherheitslage besser bestellt

Von Manfred Sendatzki

Betrunkene auf Ruhebänken, Uringestank in Hauseingängen, Glasscherben, Abfall und Belästigung gehören zum Alltag deutscher Einkaufsstraßen. Weil sich die Aktivitäten der Händlergemeinschaften auf gemeinsame Werbeveranstaltungen konzentrieren, ist die gemeinsame Bekämpfung der Kriminalität eher eine Seltenheit. Das subjektive Sicherheitsgefühl der Kunden ist jedoch eng verbunden mit der objektiven Sicherheit der Einzelhändler.

Risikoinventur

Nicht alleine die Attraktivität der Geschäfte, Preise und Parkplätze entscheiden über den Zuspruch der Kunden im Einzelhandel. Welche Einkaufsstraßen oder Citycenter .unter Sicherheitsaspekten. gerne ausgewählt werden, ist freilich nicht bekannt. Somit ist eine Risikoinventur der deutschen Einkaufsstraßen längst überfällig. Sicherheitskonzepte sollten gemeinschaftlich von Ordnungsämtern, Polizei und der Kooperationen der Einzelhändler erarbeitet werden. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören:

- Visualisierung von Sanktionen
- Polizeipräsenz und Rufbereitschaft
- Sichtbare und verdeckte Präsenz von Ordnungskräften
- Koordinierter Einsatz von Sicherheits-Fachkräften
- Videoüberwachung
- Licht und Sauberkeit in den Haupt- und Nebenstraßen sowie Parkhäusern
- Sicherheitsinformationen und Kennziffern über Risiken, Taten und Tatorte
- Nutzung moderner Kommunikationsmittel
- Aufmerksame, geschulte Mitarbeiter
- Elektronische Warensicherung

Die effiziente Umsetzung erfordert ein gemeinsames Risikomanagement und die Bündelung aller Kompetenzen. Weil hierzu keine Rezepte in den Schubladen liegen und nur teilweise auf Erfahrungen zurückgegriffen werden kann, ist es zielführend, zunächst am "runden Tisch" Status und Ziele zu konkretisieren. Über beste Vorraussetzungen für flächendeckende und gemeinschaftliche Sicherheitslösungen verfügen Einkaufszentren. Die Vergleichs- und Dependenzanalyse ist für alle Beteiligten sinnvoll. Ausgehend von der Erkenntnis, dass nur etwa fünf Prozent des Diebstahls im Einzelhandel aufgedeckt und geahndet wird, täuscht die Kriminalstatistik. Durch weniger Einsätze von Sicherheits-Fachkräften und mangelnder Konditionierung der Mitarbeiter für die Aufdeckung des Diebstahls nimmt die Zahl der Strafanzeigen ab, obwohl der Diebstahl zunimmt. Würden die erkannten Verluste aus den permanenten Inventuren für Strafanzeigen "gegen Unbekannt" mit der Zuordnung zu den Standorten genutzt, wären die Grundlagen zu mehr Transparenz in der Kriminalität der Einkaufsstraßen erfüllt.

Einheitliche Regelungen der Sanktionen
Eine wirkungsvolle Abschreckungsmöglichkeit ist die Vertragsstrafe. Mittlerweile platzieren viele Einzelhändler ein Hinweisschild auf Vertragsstrafe von 100 Euro bei Diebstahl. Einzelhändler in Einkaufsstraßen oder -zentren sollten sich zu Rechtsgemeinschaften zusammenschließen und die Vertragsstrafe gemeinsam im Rahmen der allgemeinen Geschäftsbedingungen durch Aushang mit den Kunden vereinbaren. Einheitliches Vorgehen gegen Diebe, identische Strafanzeigen und separate Zeugenaussagen erleichtern die Zusammenarbeit der Händler mit externen Sicherheits-Fachkräften. Fast alle großen Einzelhandelsunternehmen lassen nicht bezahlte Vertragsstrafen erfolgreich und kostenlos per Anwalt einfordern. Diese Möglichkeit besteht ebenfalls für den Zusammenschluss von Einzelhändlern in Einkaufsstraßen: Ein Koordinator sendet regelmäßig Kopien der Strafantragsformulare, bei denen die Vertragsstraße nicht bezahlt wurde, an die Kanzlei. Diese prüft die Vorgänge und leitet die anwaltlichen Mahnungen ein. Für die Einzelhändler entstehen dabei keine Kosten und die eigene Buchhaltung wird enorm entlastet.

Videoüberwachung und Schulung
Videoüberwachung ist zur Vorbeugung und Aufdeckung von Straftaten eine effiziente technische Lösung. Weil diese Systeme sowohl in öffentlichen Einrichtungen wie in Geschäftsräumen etabliert sind, bietet es sich an, sie zu vernetzen. Problematisch ist allein der Datenschutz. Was hier wann und wie erlaubt ist oder novelliert werden soll, beschäftigt nicht nur Politiker, sondern verunsichert auch die Einzelhändler. Hier lautet der Leitsatz: "So viel Datenschutz wie nötig,... > mehr

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