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SECURITY insight - Das richtige Maß an Mensch, Organisation und Technik
12/2011 - "Sicherheit im Einzelhandel lässt sich nicht allein auf Inventurdifferenzen reduzieren"




"Das richtige Maß an Mensch, Organisation und Technik Sicherheit im Einzelhandel lässt sich nicht allein auf Inventurdifferenzen reduzieren"

Von Manfred Sendatzki

Der Einzelhandel ist die drittgrößte Wirtschaftsbranche Deutschlands. Kein Wunder, dass er als Mittler zwischen Herstellern und Verbrauchern mit über drei Millionen Mitarbeitern auch enorme Sicherheitsaufgaben zu bewältigen hat. Wirtschaftliche Lage, flexible Beschäftigungsverhältnisse und wachsender Internethandel sind Herausforderungen, denen sich Unternehmer wie Mitarbeiter täglich zu stellen haben. Von großer Bedeutung ist die zuverlässige Lieferkette. Als Bindeglied zwischen Einzelhandel und anderen Betrieben hat zudem der Großhandel mit der "Cash-&-Carry"-Großhandelsform Gemeinsamkeiten nicht nur hinsichtlich der Produkte, sondern auch der Geschäftsprozesse.

Risikomanagement
Die Sicherheitsbedürfnisse von Kunden und Mitarbeitern im Groß- und Einzelhandel sind nur in Teilen deckungsgleich. Weil zur praxisorientierten Erfüllung der Sicherheitsaufgaben ein dokumentiertes Überwachungssystem gehört, ist es wichtig, dass im Unternehmen ein angemessenes Risikomanagement mit Früherkennung und wirksamer interner Revision besteht. Das soll Schwächen und Fehlsteuerungen mit dem Ziel korrigieren, Risiken frühzeitig zu erkennen, die den Fortbestand des Betriebs gefährden. Zweck des Risikomanagements ist es primär, Risiken zu identifizieren und zu priorisieren. Dazu sollten sie in "Risikozonen", "Risikofelder" und Einzelrisiken aufgeteilt werden. Deren strukturierte Erfassung sollte alle risikobehafteten Funktionsbereiche, Prozesse, Vermögensbestände und externe Einflüsse (rechtlich, technisch usw.) hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Schadenshöhe beinhalten.

Revision
In Abhängigkeit zur Firmengröße liegen die Sicherheitsaufgaben in mehreren Händen oder sind "Chefsache". Welche Funktionsträger damit beauftragt sind, hängt zudem von der Sichtweise und Interpretation des Begriffs sowie der Entscheidungsträger ab. In der Praxis des mittelständischen Einzelhandels führt die Revision neben klassischen Prüfungsaufgaben auch die interne Sicherheitsberatung und Entscheidungsvorbereitung durch - Analoges gilt für die Aufgabentrennung zwischen Controlling und interner Revision. Während das Controlling die Planung, Steuerung und Kontrolle der Daten übernimmt, schafft die Revision durch die Prüfungen Verbesserungen. In den meisten Firmen rechnet sich der Einsatz der Revision alleine durch Vorbeugung und Aufdeckung der Handelskriminalität.

Organisation und Technik

Warenwirtschaft

Der effiziente Einsatz der Erfolgsfaktoren Mensch, Organisation und Technik entscheidet über die Höhe der Renditeverluste. Software-Anbieter, Sicherheits- Dienstleiter und Hersteller technischer Sicherheitslösungen nutzen erfolgreich ihre Chancen im Einzelhandelsumfeld, beispielsweise bei der Warenwirtschaft. Die zeitnahe Verarbeitung aller spezifischen Daten und Transaktionen sind Grundlage für die artikelgenaue Bestandsführung. Die Nutzung dieser Daten für die Aufdeckung von Verlusten und Manipulationen ist in vielen Systemen nur mit großem Aufwand möglich. Den Anforderungen der Sicherheits-Beauftragten und Revisoren sind nur wenige Systemanbieter gerecht geworden. Dabei ist es zielführend, mit Kennziffern und Vergleichen die Entwicklung nach Filialen, Warengruppen und Artikeln mindestens einmal im Monat unter Sicherheitsaspekten zu analysieren.

Inventur
Die Jahresabschlussinventur gehört für Sicherheitsexperten der Vergangenheit an, denn es ist wichtig, Unregelmäßigkeiten so früh wie möglich zu erkennen. Durch eine "Rasterfahndungsinventur" als Variante der artikelbezogenen Stichprobeninventur können nicht nur Verluste, sondern auch Verursacher ermittelt werden. Innerhalb eines Geschäftsjahres ist es wichtig, deliktische Spuren, die Kunden, Mitarbeiter und Lieferanten hinterlassen, so schnell wie möglich zu erkennen.

Logistik
Zulieferer übernehmen die Versorgung des Einzelhandels durch Direktbelieferung der Hersteller oder "Cross Docking" über zentrale und regionale Verteilzentren. Unter den Mitarbeitern in der Kommissionierung, beim Transport und im Wareneingang befinden sich natürlich auch - wie überall - "schwarze Schafe". Weil eine hundertprozentige Warenausgangskontrolle bei der Verladung nicht möglich ist, werden Kommissionierqualität und Auswirkung von Prozessfehlern mittels Stichprobenverfahren festgestellt. Abweichungs-Kennziffern, die auf dolose Handlungen hinweisen, gehören zum Sicherheitsstandard in der Logistik.

Objektsicherung
Dass Gelegenheit Diebe macht, gilt auch für die Mitarbeiter. Einfache Schließsysteme können daher - Stichwort Objektsicherung - nicht verhindern, dass die Selbstbedienung außerhalb der Geschäftszeiten fortgesetzt wird. Elektronische Schließzylinder sind inzwischen mit Chips ausgestattet, die die Zutrittskontrolle schnell, komfortabel und sicher machen. Mit einer geschützten Software kann ein Chipschlüssel zum Beispiel nur für bestimmte Zeit aktiviert werden. Damit lassen sich Urlaubsvertretungen oder Handwerker ausrüsten. Alle Schließvorgänge werden elektronisch protokolliert.

Videoüberwachung
Fast alle Groß- und Einzelhändler setzen Videoüberwachung zur Vorbeugung und Überführung von Straftätern ein. In öffentlichen Einrichtungen sind diese Systeme etabliert. Was wann und wie erlaubt ist, beschäftigt nicht nur Politiker und Medien, sondern auch die Einzelhändler, die um ihre Renditeverluste durch Diebstahl und Betrug fürchten. Die Videotechnik entwickelt sich dabei nicht nur in technischer Hinsicht fort, sondern auch in Bezug auf das Preis-/Leistungsverhältnis.

Schulung und Training
Der offene Umgang mit den Auswirkungen des Ladendiebstahls ist der Schlüssel zum Erfolg. Wahrnehmungsgeschulte und motivierte Mitarbeiter tragen dazu bei, Diebstahl zu verhindern und den Umsatz zu steigern. Es besteht ein Zusammenhang zwischen der Aufmerksamkeit der Mitarbeiter und dem Ausmaß der Verluste durch Diebstahl. Weil der Einsatz qualifizierter Bewachungskräfte weder wirtschaftlich noch praktikabel ist, reicht es nicht aus, Mitarbeiter einmal im Jahr zu schulen. Das Training von der Erkennung bis zur Überführung von Straftätern gehört in einigen Einzelhandelsunternehmen zur Grundausbildung der Fachverkäufer. Mit der Auswahl von Bewachungs-Fachkräften im Einzelhandel beschäftigen sich nicht nur Arbeitskreise in Verbänden, sondern alle damit beauftragten Sicherheits- Verantwortlichen. Die Entscheidung über den richtigen Einsatz von Sicherheits- Fachkräften ist besonders in City- und Kleinstadtlagen nicht nur ... > mehr

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